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Lese-Tipp!

 

Die großen Streiks

Episoden aus dem Klassenkampf

Holger Marcks und Matthias Seiffert (Hg.)

Die großen Streiks umfasst eine Reihe von bedeutenden und kämpferischen Streiks des 20. Jahrhunderts, die weitgehend in Vergessenheit geraten sind. Vom einfachen Lohnkampf bis zum Generalstreik, vom Erfolg auf ganzer Linie bis zum totalen Fiasko.

Alle AutorInnen sind entweder aktive GewerkschafterInnen (SyndikalistInnen), Angehörige der libertären Bewegung oder stehen dieser nahe. Die in den jeweiligen Beiträgen gelieferte Perspektive baut somit unmittelbar auf deren praktischen und theoretischen (Erfahrungs-)Horizont auf. Weiterlesen...

 

Weblogs

Syndikatsauflösung

Liebe Blog-KonsumentInnen, FreundInnen und Interessierte

Die LISA-FAS teilt mit, dass sie sich mit 11.12.2011 offiziell aufgelöst hat. Wir danken allen, die sich für unsere Tätigkeit interessiert haben. Ganz besonders bedanken wir uns bei jenen, die uns aktiv unterstützt haben und geholfen haben, unsere Anliegen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen und bei jenen, die an Aktionen teilnahmen und Kampagnen unterstützten. Wir haben im Rahmen unserer Syndikatstätigkeit so einiges erreicht, wofür wir viel Sympathie geerntet haben und auf das wir positiv zurückblicken können. Leider aber ist es uns nicht gelungen, das allgemeine Interesse an unserem Syndikat in breitere aktive Mitarbeit zu verwandeln. Die geringe Mitgliederzahl führt für uns nun zu der Erkenntnis, dass der Aufwand in dieser Form nicht mehr gerechtfertigt ist!

ILO mahnt deutsche Bundesregierung: Gewerkschaftsrechte garantieren

Presseerklärung – 21.12.11 von Presse FAU Berlin

Nach einer Beschwerde der FAU Berlin bestärkt die UN-Arbeitsorganisation ILO die Rechte von Minderheitsgewerkschaften

In ihrem Bericht vom November 2011 fordert die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) die Bundesregierung auf, dafür Sorge zu tragen, dass die Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union (FAU) die Interessen ihrer Mitglieder gemäß der Konventionen 87 und 98 vertreten könne. Das Komitee für Vereinigungsfreiheit der UNO-Organisation benennt für die FAU Berlin insbesondere das Recht der freien Meinungsäußerung, das Zutrittsrecht zu sämtlichen Betrieben, in denen sie Mitglieder hat, und das Recht auf Teilnahme an Betriebsratssitzungen, sofern sie auf betrieblicher Ebene repräsentativ ist.

Das dicke Ende kommt erst! Aber was kommt danach?

Wer dieser Tage Radio hört oder Zeitung liest, hat zwei Möglichkeiten: Den Kopf in den Sand stecken oder in eine Art Endzeitstimmung zu verfallen. Die Spatzen brüllen es förmlich von den Dächern: Das dicke Ende kommt erst.

Was Ökonomen, zumindest jene die sich im Moment an die Öffentlichkeit trauen, in verschiedensten Ausführungen schon recht offen sagen, ist, dass das ganze Wirtschaftssystem irgendwie ein gröberes Problem hat und nicht bloß eine momentane Schwäche. Und nicht wenige sprechen von einem möglichen Argentinien-Szenario, Hyperinflation oder gar einem unabwendbaren Totalzusammenbruch der Währung. Selbst wenn innerhalb von wenigen Tagen wieder mediale Stille hierzu einkehrt, weil hier irgendwie eine Denkhorizontsgrenze erreicht zu sein scheint, bleibt das Problem unverdrängbar bestehen.

Ungarischer Sozialarbeiter wegen beruflichen Engagements für KlientInnen vor Strafgericht

 

Bitte unterstützen Sie unser Bemühen um Solidarität für den ungarischen Sozialarbeiter Norbert Ferencz! Link zur online Petition: http://SWAN.epetitions.net. Das Scheitern nationaler und europäischer Programme zur Reduktion von Armut, gepaart mit repressiven Maßnahmen gegen Arme als schwächste Gruppe der Gesellschaft, gipfelt in Ungarn in einer skandalösen Absurdität!

SozialarbeiterInnen demonstrierten in Budapest gegen eine Verordnung, die das Durchsuchen von Müll nach verwertbaren Lebensmitteln und Gegenständen als Ordnungswidrigkeit definiert. Dabei wurden einzelne AktivistInnen festgenommen. Der Aufruf des Kollegen Norbert Ferencz zu solidarischem Verhalten brachte diesem nun eine Anklage wegen Landfriedensbruch, ein Verbrechen mit Strafandrohung bis zu 3 Jahren Haft, ein.

Konsumräume sind überfällig und das seit über 20 Jahren!

Mit Ende Oktober geht die initiative drogenkonsumraum an die Öffentlichkeit. Es handelt sich hierbei um ein Bündnis, das sich zum Ziel gesetzt hat in Wien einen Raum mehrheitsfähig zu machen, in dem mitgebrachte Drogen in einem hygienischen & geschützten Rahmen konsumiert werden können. Die Initiative erhofft sich davon einen Rückgang bei Infektionen (Hepatitis C, HIV) und bei den Todesfällen (Überdosierungen), eine Entlastung der Mehrheitsbevölkerung (Spritzen in Stiegenhäusern & Parks) und letztendlich mehr Pragmatismus in der Drogenarbeit. Aus diesen Erwartungshaltungen heraus, setzen sich auch die Beteiligten zusammen. So ist es dieses Mal nicht nur die Basis diverser Drogenverein die sich hier selbst organisiert. Das Bündnis soll das gleichberechtigte Zusammentreffen von Angehörigen, Anrainer_innen, Aktivist_innen, Konsument_innen, Studierenden, Solidarischen und Interessierten ermöglichen. Und das wurde und wird schon in der Vorbereitungsphase in verschiedener Intensität genutzt. Nun beginnt die eigentliche Kampagne und die ist darauf ausgerichtet, es möglichst viele Menschen zum Mitmachen zu bewegen.

Slovenien: Streik der ArbeiterInnen im Hafen Koper

Wir kommentieren einen Solidaritätsaufruf der Invisible Workers of the World*. (Slovenien) Am Freitag, 29. Juli, gingen ArbeiterInnen des Hafens Koper in den Streik, da alle vorangegangenen Verhandlungen über die Arbeitsbedingungen zwischen ihnen und dem Management des Hafens keinen Erfolg brachten. Die Geschäftsführung des Hafens hat statt dessen eine irreführende öffentliche Kampagne durchgeführt, die behauptet, dass der Streik illegitim und sogar illegal sei. Falsche Informationen über den Streik wurden auch von Seiten der Union der Hafenarbeiter (Sindikat pristaniških delavcev) verbreitet, derer Vertreter argumentierten, dass der Streik nur das Interesse eines Teils der Beschäftigten, nämlich der Kranführer und ihrer selbständigen und unabhängigen Gewerkschaft der Kranführer (Sindikat žerjavistov) vertrete, welche nach ihrer Meinung die privilegiertesten ArbeiterInnen des Hafens seien. Aber das Gegenteil ist die Wahrheit!

Weiterlesen auf der österreichischen Seite der IWW (Industrial Workers of the World)

Wir trauern um Dieter Schrage

Wir trauern um Dieter Schrage

 

Dieter Schrage, Kulturwissenschaftler, Kunstpädagoge, Anarchist verstarb am 29. Juni 2011 in Wien.

Er war Mitbegründer und zuletzt Ehrenvorsitzender der Pierre Ramus-Gesellschaft. Als bis zu seinem Tod umtriebiger Aktivist bedeutete sein Leben und Wirken eine wichtigen Beitrag zu Erhaltung und Belebung der libertären Idee in unseren Breiten, wofür wir ihn im Gedächtnis behalten werden.

Wir möchten an dieser Stelle den Angehörigen und engen FreundInnen unser Mitgefühl ausdrücken.

 

Föderation der ArbeiterInnen Syndikate (FAS)


 

 

 

Wann kommt die Revolution nach Europa?

Interviewreihe mit den Widerständigen der Plattform25

Wir von der LISA führen gerade eine Interviewreihe mit den widerständigen Aktivist_innen der Plattform 25 aus der Steiermark durch. In diesem Bundesland findet gerade die bisher größte und umfassenste Budgetsanierung der 2. Republik statt. Auf Kosten von Gesundheit & Sozialem, Kunst & Kultur und natürlich auch der Bildung sollen 25% der Ausgaben gekürzt werden. Der Widerstand dagegen war für steirische Verhältnisse unerwartet stark und inspirierend, das Budget wurde trotzdem beschlossen. Doch auch der Protest bleibt. Vorerst? Wir haben in bisher zwei anonymisierte Interviews versucht der Bewegung auf den Grund zu gehen.

"Einsparungen ist das falsche Wort, für das was hier passiert
Hier einmal die erste Rücksendung"

"Geht auf die Straßen und legt wenn nötig die Arbeit nieder bevor ihr die Wahl nicht mehr selbst habt"

 

Warum eine anarchosyndikalistische Gewerkschaft in Bildung und Wissenschaft?

Wir fassen die "Bildung" und „Wissenschaft“, also alle staatlichen und kommerziellen Einrichtungen zur Generierung – Produktion und Reproduktion - von Wissen, im Sinne der Wobblies (IWW) als "Industrie" auf. Also als einen bestimmten weit gefassten Zweig der Wirtschaft, wie es die Metallindustrie, das Transportwesen oder das Sozial- und Gesundheitswesen auch sind.

Wir sind ArbeiterInnen in dieser Industrie, die sich basis-gewerkschaftlich organisieren wollen, weil wir uns nicht durch andere vertreten lassen wollen, sondern wir für uns selbst sprechen und kämpfen wollen. ArbeiterInnen? Die Selbstbeschreibung der Education Workers International, einer international organisierten IWW-Gewerkschaft, lässt sich auch für uns anwenden: "Wir unterrichten. Wir reparieren Ausrüstung. Wir kochen. Wir bestellen und legen Bücher beiseite. Wir reinigen. Wir erforschen. Wir unterstützen beim Lernen. Wir ordnen ein und schreiben. Wir halten Computer am laufen. Wir tun, was notwendig ist, um Bildung, Aus- oder Weiterbildung, zu ermöglichen."

Das ist unser Augenblick: Die Besetzung der Plätze und der Ungehorsam müssen weitergehen!

Das ist unser Augenblick: Die Besetzung der Plätze und der Ungehorsam müssen weitergehen!

Seit einigen Tagen hält eine ebenso spontane wie machtvolle Bewegung Spanien in Atem. Im Vorfeld des Wahlzirkus am 22. Mai, haben in mehr als 60 spanischen Städten und Dörfern tausende vom Menschen zentrale Plätze besetzt. Seit dem 15. Mai sind hunderttausende auf die Straße gegangen, um gegen ein abgehalftertes und korruptes politisches System zu demonstrieren, das mit immer neuen Streichungen und Sparprogrammen der Bevölkerung die Kosten der kapitalistischen Krise aufbürden will. Unter den TrägerInnen der Proteste befinden sich zehntausende von Jugendlichen einer verlorenen Generation, denen das System schon heute mit einer Jugendarbeitslosigkeit von 50 Prozent nichts mehr zu bieten hat. Die Aktionen in Spanien beziehen sich auf die Welle der Proteste in Nordafrika und im Mittleren Osten. Und wie in Tunesien, Ägypten und anderswo fällt den Herrschenden auch in Spanien nichts anderes ein, als alle Proteste zu verbieten.

Die FAU-IAA hat eine Erklärung der spanischen Gewerkschaft CNT-AIT zur Bewegung des 15. Mai und zu den Demonstrationsverboten übersetzt, welche wir hier dokumentieren:

Wer blutet?

„Wir bluten für die Pleitegriechen“ wettern Schundblätter wieder. Die „liberalen Qualitätszeitungen“ stehen dem um nichts nach, auch wenn sie um eine gesittetere Sprache bemüht sind. Es wird kritiklos über eine „Griechenlandhilfe“ gesprochen, welche vor allem die MitteleuropäerInnen bezahlen müssen. Da werden absurde Beschreibungen über einen angeblich „zu hohen Lebensstil der Griechen“ – alles auf „unsere“ Kosten – abgegeben. Die griechische Bevölkerung wird dargestellt, als wären sie allesamt Gauner und noch dazu undankbar.

LISA-FAS Diskussionsverantsaltung: "Die Basis im Sozialbereich – Selbstorganisation in Zeiten der Krise"

 

Die Basis im Sozialbereich – Selbstorganisation in Zeiten der Krise

Die Diskussionsveranstaltung findet im Rahemn der "langen Nacht der Anarchie" statt und richtet sich an alle Menschen, die im Sozial- und Gesundheitsbereich tätig sind oder sich dafür interessieren. Die Veranstaltung ist so gestaltet, dass es mehrere Tische mit unterschiedlichen Themenbereichen geben wird, die diskutiert werden können und zu denen Erfahrungen ausgetauscht werden können. Spezielles Vorwissen wird keines benötigt. Jedes Thema wird von einer_einem Basisgruppe/Initiative/Verein/etc. vorgestellt.

Wie die Diskussionen sich entwickeln, welche Schwerpunkte sich ergeben und ob neue Thementische eröffnet werden sollen, bestimmen die Teilnehmer_innen.

Das war der 1. Mai 2011

Bildergalerie:

1. Mai

11 Uhr sozialrevolutionäres Selbstversorger_innen-Picknick im Augarten (2. Bezirk) zum solidarischen Teilen für alle die wollen.

 

  und danach zur MAYDAY