Was ist ein Syndikat
Was ist ein Syndikat und wie kommt es zustande?
Das Syndikat ist die Basiseinheit der Organisation. Es gibt zwei Arten von Syndikaten:
1. Ein Branchensyndikat besteht aus mindestens 5 GenossInnen einer Branche in einem bestimmten Gebiet (z.B. Wien). Die Syndikate sind nach dem Industrieprinzip organisiert: D.h. in ihnen können sich sämtliche ArbeiterInnen einer Industrie (Wirtschaftsszweig, Branche) organisieren. Unabhängig von ihrem Beruf, ihrer Ausbildung und ihrem Anstellungsverhältnis.
2. Ein Allgemeines Syndikat kann schon ab 3 Personen gebildet werden und hat ab jener Größe volles Stimmrecht (Allgemeines Syndikat = unterschiedliche Branchen in einem Syndikat). Sollten innerhalb eines Allgemeinen Syndikats 3 ArbeiterInnen einer Branche organisiert sein, so bilden diese eine Initiativgruppe. Sind sie zu fünft, bilden sie ein Branchensyndikat.
Die Syndikate sind die Basis aller die Föderation betreffenden Entscheidungen und treffen alle das Syndikat selbst betreffenden Entscheidungen in ihren Mitglieder-Vollversammlungen. Ein Syndikat hat ein Stimmrecht auf Orts- und Regionaltreffen.
Kurzer Leitfaden zur Branchensyndikatsgründung
Am Anfang steht der Kontakt zur nächsten Ortsgruppe, Branchen- oder Allgemeinem Syndikat oder dem Sekretariat der Föderation. Deine GenossInnen sind gerne bereit, mit Rat und Tat, sowie vorhanden Ressourcen, unterstützend tätig zu werden.
Bilde eine Initiativgruppe bestehend aus mindestens 3 Personen. Achtet darauf, euch selbst ernst zu nehmen. Trefft euch am besten einige Zeit (davon habt ihr genug) informell. Setzt euch mit dem Anarchosyndikalismus auseinander. Mit seinen Zielen und Methoden. Setzt euch mit den Prinzipien und Statuten der FAS auseinander. Besprecht eure und allgemein die Arbeitsbedingungen in eurer Branche.
Nun versucht, neue Mitglieder zu gewinnen. Der beste Weg ist es, Aktionen durchzuführen, Flugblätter zu verteilen, das persönliche Gespräch, sowie die Steigerung eures Bekanntheitsgrades. Zu diesem Zeitpunkt solltet ihr wissen, was ihr wollt und dies auch vermitteln können. Hier zählt vor allem Ernsthaftigkeit mehr als theoretisches oder ideologisches Wissen! Legt euch eine E-Mail Adresse zu, haltet regelmäßige Treffen ab und kümmert euch um eure Finanzen, Infomaterial usw. Richtet eine Mitgliederliste und Mailinglist ein. Erstellt eine Homepage oder einen Weblog.
Wenn ihr schon insgesamt fünf ArbeiterInnen (auch z.B. SchülerInnen, StudentInnen, Zivis, Arbeitslose…) einer Branche seid, könnt ihr ein Syndikat gründen. Spätestens jetzt solltet ihr mit dem Sekretariat der Föderation Kontakt aufnehmen (foed-sekretariat AT lnxnt.org).
What to do: Stellt sicher, dass es einen regelmäßigen persönlichen Kontakt zur Ortsgruppe (so vorhanden) und zur Föderation gibt und bringt euch dort ein. Vermeidet, eine Politgruppe zu werden. Haltet ideologische Differenzen aus der Gewerkschaft heraus. Konzentriert euch auf das Ziel eure Branche besser kennenzulernen und zu organisieren!
Dies alles, bis auf die Mitgliederzahl, gilt auch für ein Allgemeines Syndikat!
- Achtet bei der Wahl des Treffpunkts darauf, dass er nicht zu „szenig“, nicht zu laut oder alkoholisch ist (nicht alle mögen das!).
- Leute hassen es, wenn man ihre Zeit verschwendet. Achtet bei euren Treffen auf eine Struktur, führt ein Protokoll, erstellt einen Zeitrahmen und informiert neue Mitglieder und interessierte über was geredet wird und was zu beschließen ist.
- Sind Neue oder Interessierte anwesend, macht eine Vorstellungsrunde und versucht zu erklären, warum ihr macht was ihr macht.
- Neue und Interessierte sollten die Möglichkeit haben, sich einzubringen. Achtet aber darauf, sie nicht zu überfordern. Klärt sie über Ziele und Mittel des AS auf.
- Bleibt beim Thema, vermeidet zu viele Szene-Wörter (bzw. erklärt sie) und vermeidet gruppenspezifische „Running Gags“ (Die findest nur du und deine Haberer witzig!).
- All das was es zu vermeiden gilt, kann ja nach dem offiziellen Ende bei einem Bier nachgeholt werden!




